+++Der Traktooor reitet die Erfolgswelle+++

Auf dem Kunstrasenplatz in Kirschau wartete auf den Traktooor eine anspruchsvolle Auswärtsaufgabe beim SV Oberland Spree.

Ganz unbekannt sind sich beide Vereine dabei nicht. Zu Kreisligazeiten kreuzte man regelmäßig mit der Zweitvertretung des SV Oberland Spree die Klingen. Mit der ersten Mannschaft gab es dagegen deutlich weniger Berührungspunkte. In Erinnerung geblieben ist vor allem ein Testspiel aus dem Jahr 2021, das aus Malschwitzer Sicht mit 0:12 endete.

Fünf Jahre später sieht die Fußballwelt allerdings komplett anders aus. Die personelle Situation hat sich auf beiden Seiten grundlegend verändert und mit dem damaligen Kräfteverhältnis hat das heutige Aufeinandertreffen kaum noch etwas gemein.

Dass die Aufgabe dennoch alles andere als einfach werden würde, war bereits vor dem Anpfiff klar. Oberland verfügt über eine starke Defensive und kassiert nur wenige Gegentore. Entsprechend musste der Traktooor geduldig bleiben und sich gegen eine kompakte Hintermannschaft seine Möglichkeiten hart erarbeiten.
Zu Beginn war der Traktooor die spielbestimmende Mannschaft und kam früh zur großen Gelegenheit auf die Führung. Lehmann wurde im Strafraum zu Fall gebracht: Elfmeter!

Noack übernahm die Verantwortung, scheiterte jedoch an Oberlands Keeper Glück. Doch damit nicht genug: Den Nachschuss aus wenigen Metern bekam Noack ebenfalls nicht im Tor unter und auch Jurack konnte im nächsten Versuch den Ball nicht über die Linie drücken.

Wenig später bot sich Benad die nächste Abschlussmöglichkeit. Insgesamt ließ der Traktooor den Ball im Mittelfeld gut durch die eigenen Reihen laufen und kombinierte sich immer wieder gefällig nach vorne. Im letzten Drittel fehlte allerdings die letzte Überzeugung und Konsequenz beim Abschluss. So blieben klare Torchancen trotz der spielerischen Überlegenheit zunächst Mangelware. Die Hausherren wurden meist durch ihre Außenspieler gefährlich aber eine echte Prüfung bekam Hüter Haupt nicht gestellt.

Kurz vor der Halbzeit schien es dann doch so weit zu sein. Lehmann steckte den Ball stark auf Hertrampf durch, der an Keeper Glück vorbeiging und die Kugel im Tor unterbrachte. Der Jubel währte allerdings nur kurz: Abseits. Der Treffer wurde somit aberkannt. So ging es torlos in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine ausgeglichenere Partie. Die Hausherren übernahmen nun phasenweise das Kommando und kamen ihrerseits zu einigen Abschlüssen. Bei der größten Chance der Gastgeber war zunächst Hüter Haupt mit einer überragenden Parade zur Stelle. Doch der Ball trudelte weiter gefährlich in Richtung Malschwitzer Gehäuse. Haase reagierte gedankenschnell und klärte die Kugel kurz vor der Torlinie.

Nach rund 70 Minuten reagierte Coach Böhm und brachte Swakon für Jurack. Der Joker sollte wenig später direkt seine Kopfballqualitäten unter Beweis stellen. Nach einer Ecke stieg Swakon hoch und brachte den Ball gefährlich auf das Tor, doch Glück war zur Stelle.

Auch der ebenfalls eingewechselte Jeremias sorgte noch einmal für neuen Schwung und zeigte in zwei guten Szenen seine Qualität. Der Torerfolg wollte daraus zunächst aber nicht entstehen. Später machte Schwarz einen Ball noch einmal scharf und beförderte ihn in Richtung Oberländer Tor. Noack nahm den hohen Ball technisch anspruchsvoll herunter, drehte sich um die eigene Achse und schoss die Kugel anschließend präzise über Keeper Glück hinweg ins Tor. Was für eine Bude vom Königstransfer.

Nun galt es den Vorsprung über die Zeit zu bringen und genau das tat der Traktooor geschlossen. Die Mannschaft arbeitete gemeinsam gegen den Ball und versuchte gleichzeitig, die sich bietenden Räume für Konter zu nutzen.

Oberland warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne. Ein Freistoß aus spitzem Winkel landete am Pfosten. Kurz vor Ultimo hatte schließlich Kapitän Grohmann die große Möglichkeit zum Ausgleich. Sein Abschluss strich jedoch knapp am langen Pfosten vorbei. Dann war Schluss!

Nach einer spielbestimmenden ersten Hälfte und einer deutlich ausgeglicheneren zweiten Halbzeit nimmt der Traktooor die drei Punkte mit nach Malschwitz. Erneut war es eine starke defensive Mannschaftsleistung unserer Mannen, die am Ende den Grundstein für den Erfolg legte. Vorne sorgte Noack mit einem technisch sehenswerten Treffer für die Entscheidung.
Der Traktooor ist in der Liga angekommen und hat Bock auf die nächsten Spiele.

Wenn ihr auch Bock habt, müsst ihr nicht lange warten:

07.11.
Traktooor vs. FV Ottendorf-Okrilla
Malschwitz
Anstoß: 14:00 Uhr

Kommt vorbei und unterstützt unsere Mannschaft!

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