Zum 9. Kreisoberligaspieltag empfingen unsere Männer den SV 1910 Edelweiß Rammenau. Das letzte Duell dieser beiden Mannschaften gab es in der Saison 17/18 im Kreispokal-Achtelfinale. Damals mussten sich unsere Mannen mit 1:5 geschlagen geben. Rammenau scheiterte später im Turnierverlauf im Halbfinale, am späteren Sieger Deutschbaselitz. Gute acht Jahre später kam es nun am letzten Samstag zum Duell in der Kreisoberliga. Die Vorzeichen waren gut für unsere Mannschaft, welche mit 11 Punkten nach 8 Spielen einen soliden Start nach dem Aufstieg vorzuweisen hatte. Wir waren uns aber bewusst, dass „Ramm“ trotz nur drei eigener Zähler auf der Habenseite auf keinen Fall zu unterschätzen war.
Zur Vorwoche fehlten uns Hertrampf und Kapitän Benad aus diversen Gründen. Dafür kehrte auf unserer Seite Gelbsünder Lehmann zurück. Außerdem schaffte es auch Kreuzfahrtschiffer Swakon, den Weg zurück in den Spieltagskader.
Nun zum Geschehen: Der Traktooor, der sich gut eingestellt hatte, begann sehr energisch. So versuchte man, den Gegner mit konsequentem Pressing in die eigene Hälfte zu drücken. Der am Spieltag neu aufgestellte Rechtsaußen Noack konnte so in den ersten Minuten durch einige starke Einzelaktionen die ersten Chancen für uns kreieren. Genau einer dieser Geistesblitze bescherte uns dann auch in Spielminute 22 die Führung. Ein unzureichend geklärter Eckball von Lehmann fand den Weg direkt zurück zu Noack, der seinem zu passiv verteidigenden Gegenspieler mit einer schönen Drehung entwischte und staubtrocken mit seinem vermeintlich schwächeren Fuß den Ball zur verdienten Führung für uns einnetzte.
Man könnte meinen, dass uns eine Führung guttun und Sicherheit geben müsste. Leider falsch gedacht: Mit der Führung stellten unsere Jungs leider das Fußballspielen ein und ließen sich nun zunehmend mehr in die eigene Hälfte drücken. Zur Folge kam es auch noch knüppeldick, als sich in der 32. Minute Robin Frömmel aus 25 Metern einfach mal den Mut fasste, aus guter, zentraler Schussposition abzuziehen. Der von Lehmann noch abgefälschte Schuss fand seinen Weg in den rechten Winkel. Marke Traumtor und der Ausgleich.
Bis zur Halbzeit blieb es dann ein ausgeglichenes Spiel, welches von langen Bällen auf beiden Seiten geprägt war. So ging es mit dem Remis in die Pause.
In Hälfte zwei sollte unser Traktooor weiterhin große Bemühungen anstellen, um nennenswerte Torchancen zu kreieren. Dies sollte aber bis zur taktischen Umstellung nach einer leichten Verletzung von Seidel nicht funktionieren. Durch den erforderlichen, aber auch taktischen Wechsel sollte der Traktooor noch einmal neues Leben in das vor sich hinplätschernde Spiel bekommen. So bekleidete fortan Swakon seine Stammposition des Innenverteidigers, während Zint auf die des Mittelstürmers neben Jeremias wechselte. Der junge Jeremias sollte dann nach gut einer Stunde auch die beste unserer Möglichkeiten seit der 1:0-Führung haben. Nach einem schönen Ball aus dem Halbfeld von Lehmann setzte Zint den jungen Gleinaer mit einer gepflegten Brustablage in Szene. Timo nahm den Ball direkt und verfehlte das Tor nur knapp, die erneute Führung blieb aus.
In der 74. Minute dann allerdings die Erlösung. Nach einem wie so oft fein getretenen Freistoß von Lehmann schaffte es der Rammenauer Torhüter nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu beseitigen. Dank seiner ganzen Erfahrung roch unser Joker Paul den Braten und drückte den Ball für unsere Mannschaft über die Linie. Wechsel aufgegangen und nachträglich sich selbst noch zum Geburtstag beschenkt.
Jetzt ging es für uns nur darum, die Führung über die Ziellinie zu bringen. Trotz einiger Standards kam unsere Mannschaft nie in die Situation, dass hier noch etwas anbrennen könnte, und so schaffte es unsere grundsolide Defensive um Dauerbrenner Haase, den Sieg über die Ziellinie zu bringen.
Am Ende kein spielerisch grandioser Sieg, aber in seiner Bedeutung dafür umso wichtiger. Der Traktor schafft durch den Heimdreier den Sprung auf Tabellenplatz 8 und ist nun seit vier Spielen in dieser verrückten Liga ungeschlagen.
Am kommenden Samstag erwartet uns das nächste wichtige Spiel dieser Saison. Wir gastieren bei der ersten Mannschaft des SV Oberland Spree. Anstoß ist um 14:00 Uhr in Kirschau.
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